Samstag, 17. Februar 2018, 20.00 Uhr

Konzerthalle Bamberg, Mußstr. 1

Busse der Fa. Heser stehen am Luitpoldplatz in Bayreuth ab 18:00 Uhr. Abfahrt 18:30.

Rückkehr gegen 23:30 Uhr. Stadtbusse stehen dann ebenfalls am Luitpoldplatz.

 ( Fahrtservice gültig nur für an der Theaterkasse Bayreuth gekaufte Eintrittskarten) 

Bamberger Symphoniker

Dirigent: Marcus Poschner

Solist: Renaud Capucon, Violine

 

Wolfgang Amadeus Mozart:

Konzert für Violione und Orchester Nr. 3 G-Dur KV 216

                                    - - - -

Anton Bruckner:

Symphonie Nr. 3 d-Moll (Originalfassung vom 1873)

 

---------------------------------------------------------- 

Restkarten nur bei der Theaterkasse !!!

----------------------------------------------------------

 

Biografie Marcus Poschner

Markus Poschner

Der Münchner Dirigent Markus Poschner ist seit seiner Auszeichnung mit dem Deutschen Dirigentenpreis 2004 regelmäßig bei national und international renommierten Orchestern zu Gast. Nach dem Studium in München und als Assistent von Sir Roger Norrington und Sir Colin Davis wirkte er ab 2006 als Erster Kapellmeister an der Komischen Oper Berlin. Er arbeitete mit Regisseuren wie Nicolas Stemann, Andreas Homoki, Hans Neuenfels, Peter Konwitschny und Sebastian Baumgarten zusammen. 2007 wurde Markus Poschner zum Generalmusikdirektor der Freien Hansestadt Bremen ernannt. Hier hat er sich, selbst auch ein fulminanter Jazzpianist, den Ruf eines programmatischen Grenzgängers erarbeitet: Gemeinsam mit den Bremer Philharmonikern ist er ständig auf der Suche nach Neuartigem und Ungehörtem in Programmatik, Interpretation und Präsentationsform. Im Theater entwickelt er vor allen Dingen gemeinsam mit Benedikt von Peter eigene Wege und Formen zeitgenössischen Musiktheaters.

2015 übernahm Markus Poschner auch die Position des Chefdirigenten des Orchestra della Svizzera italiana in Lugano. Im Herbst 2017 wird er nach 10 Jahren Amtszeit in Bremen als Nachfolger von Dennis Russell Davies in der Position des Chefdirigenten und Opernchefs zum Bruckner Orchester Linz wechseln.

Als Gast leitete Markus Poschner an der Berliner Staatsoper die Produktionen "Rein Gold" (Wagner/Jelinek), "Tosca", "Der fliegende Holländer" und "Die Zauberflöte", an der Oper Zürich "Der fliegende Holländer" und "Fidelio", an der Oper Frankfurt "Messias" und an der Hamburger Staatsoper "Tosca". Der Dresdner Philharmonie ist er ebenso als regelmäßiger Gastdirigent verbunden, wie dem Deutschen Kammerorchester Berlin und dem Georgischen Kammerorchester. Neben den Münchner Philharmonikern leitete er außerdem die Staatskapelle Dresden, die Rundfunksinfonieorchester von Berlin, Leipzig, Köln, Hannover, Stuttgart und Kopenhagen, die Wiener Symphoniker, das NHK Symphony Orchestra und Tokio Metropolitan Orchestra. Außerdem ernannte ihn die Universität Bremen 2010 zum Honorarprofessor am Institut für Musikwissenschaft.

Markus Poschner dirigiert Mozart und Bruckner

Für Mozart stand eines fest: »Die Leidenschaften, heftig oder nicht, müssen niemals bis zum Ekel ausgedrückt sein, und die Musik auch in der schaudervollsten Lage niemals das Ohr beleidigen, sondern doch dabei vergnügen, folglich allzeit Musik bleiben.« Viele seiner Werke komponierte er als brillante Vorführstücke für sich selbst. Vater Leopold monierte allerdings, dass er die Geige häufig dem Klavier gegenüber vernachlässige. In einem Brief schrieb Mozart ihm aber später, er habe »beim Soupée« in Augsburg sein 1775 komponiertes Violinkonzert KV 216 gespielt: »Es ging wie Öl, alles lobte den schönen, reinen Ton.« Sein Biograf Alfred Einstein schwärmte von dem Konzert mit seinen zahlreichen Gassenhauern und meinte, das Adagio klinge wie »vom Himmel gefallen«. Im Gegensatz zu Mozart, der durchaus mal »Hals über Kopf« komponierte, feilte Bruckner mit großer Akribie an seinen Werken. Die Frage der Fassungen seiner Symphonien ist ein leidenschaftliches Dauerthema für Dirigenten und Musikwissenschaftler. Die 1872 begonnene Dritte überarbeitete Bruckner dreimal grundlegend. Als Zeichen seiner grenzenlosen Verehrung ging die Widmung »in tiefster Ehrfurcht« an Wagner – allerdings nachdem sich Bruckner bei einem Bayreuther Besuch vergewissert hatte, dass Wagner diesem Vorhaben wohlwollend gegenüberstehen würde. Wie sehr er sich zeitlebens um die Gunst seines großen Idols bemühte, zeigt auch die Einflechtung von Zitaten aus Wagners Opern, und zwar herausstechend nur in der Originalfassung von 1873, die wir an diesem Abend auf den Notenpulten liegen haben – ein glanzvolles Meisterwerk, über dessen schwankende Stimmung Bruckner äußerte: »So ist’s im Leben.«

Biografie Renaud Capucon, Violine

renaud capucon c darmigny 1


Geboren in Chambéry 1976 begann Renaud Capuçon Seine Studien an der Nationalen Musikkonservatorium in Paris im Alter von vierzehn und gewann zahlreiche Auszeichnungen   während seiner fünf Jahre Studienzeit. Im Anschluss daran begab sich Capuçon nach Berlin, um bei Thomas Brandis und Isaak Stern zu studierenund wurde mit dem Preis der

Berliner Akademie der Künste ausgezeichnmet. Anschließend bekam er das Angebot von Claudio Abado, Konzertmeister im Gustav Mahler Jugendorchester zu werden. In dieser Position war er drei Sommer tätig, und arbeitete unter Dirigenten wie Pierre Boulez , Seiji Ozawa, Daniel Barenboim , Franz Welser-Möst und Abado selber.

In dieser Zeit hat sich Capuçon zu einem Solisten auf höchstem Niveau entwickelt. Er hat Konzerte gespielt mit Orchestern wie den Berliner Philharmonikern unter Haitink und Robertson, dem Boston Symphony unter Dohnanyi, dem Orchestre de Paris unter Eschenbach und dem Simon Bolivar Orchestra unter Dudamel.

Capuçon fühlt sich auch mit großem Engagement der Kammermusik verpflichtet und hat mit Argerich, Barenboim, Bronfman, Grimaud, Kovacevich, Pires, Pletnev, Repin, Bashmet and Mørk wie auch mit seinem Bruder und ständigen Partner dem Cellisten gearbeitet. Diese Zusammenarbeit hat ihn auch an die Festspielorte Edinburgh, London (Mostly Mozart), Berlin, Luzern Verbier, Aix-en-Provence, Roque d’Anthéron, San Sebastian, Stresa, Tanglewood und viele andere geführt.

Capuçon macht exklusiv Aufnahmen mit Virgin Classics. Seine letzte Aufnahme waren Beethoven Sonaten für Violine und Klavier mit Frank Braley.   Er spielte auch Aufnahmen vom Beethoven und Konrgold Konzert mit den Rotterdamm Philharmonikern unter Yannick Nezet-Seguin. Seit 2007 ist Renaud Capuçon Botschafter des Zegna & Music Projektes, das 1997 gegründet wurde als eine philanthropische Aktivität um Musik und ihre Werte zu fördern.

Renaud Capuçon spielt die Guarneri del Gesù “Panette” (1737). Sie gehӧrt Isaac Stern, die ihm die Banca Svizzera Italiana (BSI) gekauft hat.